Horizont Award 2003
Die Branche tanzte zwar nicht, aber sie
amüsierte sich im Frankfurter Schauspielhaus bei kulinarischen Genüssen,
handgedrehten Zigarren, feurigen Barkeepern und einem ausgesuchtem Gästekreis.
Branchenprominenz wie Dr. Georg Kofler sah man beim lachenden Schulterklopfen
mit Freunden, Helmut Markwort und Moritz Hunzinger drehten ihre Runden. Ach, die
zahlreiche Branchenprominenz kann man eigentlich gar nicht aufzählen, ohne
wichtige zu vergessen. Da müsste man schon fast die Teilnehmerliste von ca. 700
Gästen abschreiben. Aber drei Namen müssen doch noch erwähnt werden: Jochen
Zeitz, Detmar Karpinski und Bernd Runge sind die Männer des Jahres 2003, die mit
dem Horizont Award am 22.1.2004 geehrt wurden.
Jochen Zeitz (41), Vorstandsvorsitzender der
Puma AG, ist Unternehmer des Jahres, weil er nach Ansicht der Jury es geschafft
hat, Puma als Marke weltweit erfolgreich zu positionieren, die Sport, Lifestyle
und Mode verbindet. Mit der Wahl setzt die Jury ein deutliches Zeichen für
Kontinuität und Innovation in einem schwierigen Umfeld.
Detmar Karpinski (44) ist Geschäftsführender
Gesellschafter der Hamburger Agentur KNSK. "Zahlreiche Preise bei nationalen und
internationalen Kreativwettbewerben, ein vorderer Platz im Horizont-Ranking der
kreativsten Agenturen 2003 sind Ausweis für die kreativen Qualitäten der
Agentur", urteilte die Jury.
Bernd Runge (42), der Medienmann des Jahres, ist
Geschäftsführer und Herausgeber des Verlages Condé Nast Deutschland. In
Deutschland war das Verlagshaus mit "Vogue Business" und "Glamour" Pionier des
Pocket-Formats. Die Jury sah erfolgreiche Auslandsaktivitäten als Abrundung der
Verlagsstrategie an, die sich unter der Führung des Medienmannes besonders durch
Kreativität und verlegerischen Mut auszeichnet.
Die Preisverleihung war kurzweilig gestaltet,
insbesondere durch kurze Spots, die Kommentare anderer zu den Preisträgern
zeigten. Bernd Runge brachte seinem Verleger eine Angel mit, weil dieser auf
mehr Zeit für sein Hobby durch die weitere Arbeit von Runge hofft. Karpinski
erhielt Grußworte, die Kanzler Schröder in den Mund gelegt wurden.
Insgesamt eine gelungene Veranstaltung - für
Juristen, die unmittelbar zuvor an dem hochinteressanten, aber doch sehr
juristischem Vortrag von Prof. Joachim Stark zum Schutz von Warengestaltung
teilgenommen hatten, allerdings eine erhebliche Umstellung (damit keine
Missverständnisse aufkommen: der Vortrag von Prof. Stark erfolgte bei der GRUR
Bezirksgruppe Frankfurt/M. und fand nicht im Rahmen des Horizont Award statt).
Doch möglicherweise kommen sich Medienbranche und Juristen zukünftig näher:
Horizont hat kürzlich wieder eine Seite zu rechtlichen Themen eingeführt, die
nun regelmäßig erscheinen soll.
Berichterstattung: Rechtsanwältin Petra Marwitz,
Kanzlei Marwitz, 23.1.2004

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